Unser Garten und willkommene Gäste!

Nach meinem letzten etwas gefrusteten Beitrag kommt heute mal wieder was Erfreulicheres 🙂 Es ist klar, dass Gartenbau und Selbstversorgung nicht so einfach ist, wie es sich anhört, und die Natur kümmert sich schon darum, dass einem das immer wieder bewusst wird… Aber nur so lernen wir aus Fehlern und können besser werden.

Unsere Pflanzen sind dieses Jahr durch unsere ungebetenen Gäste, aber auch durch das Wetter relativ spät dran und da bei uns bis vor kurzem eben sehr wenig geerntet werden konnte, habe ich dafür mehr mit Wildpflanzen gekocht und literweise Holunderblütensirup gemacht. Wir sind ja flexibel. Mittlerweile ist aber doch einiges gewachsen, worüber ich mich sehr freue. Man will ja nicht ständig Brennnesseln, Beinwell und Waldziest essen…

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Die Tomaten sollten langsam Früchte bilden, stattdessen wachsen sie nur immer höher und haben mittlerweile annähernd zwei Meter erreicht, ohne dass sie auf die Idee gekommen wären, Blüten zu produzieren. Aber: sie wachsen! 🙂

Den Kohl, der ja ziemlich übel zugerichtet worden war, habe ich danach einfach vernachlässigt, was eine sehr gute Idee war: Die Brennnesseln haben ihn überwuchert und damit vor unseren gefräßigen Nachbarn versteckt! Als ich die Brennnesseln dann mal ausgerissen und dort liegen gelassen habe, hat sich der Kohl die rumliegenden Nährstoffe geschnappt und nochmal richtig losgelegt 🙂 Hätte ich nicht mehr erwartet.

20150714_213242Auch die Kartoffeln machen sich langsam aber sicher. Bei einem Teil der Kartoffeln haben wir den Boden vorher umgegraben, bei einem anderen nur gemulcht. Bei den gemulchten Kartoffeln haben wir jetzt zwar weniger Unkraut dazwischen, allerdings war es letztes Jahr anstrengender, die Kartoffeln zu ernten, weil der Boden ja ziemlich fest ist. Dieses Jahr werden wir dann sehen, ob umgraben/nicht umgraben auch Auswirkungen auf die Größe und Menge der Kartoffeln hat.

In den letzten Wochen sind außerdem sehr viele Disteln gewachsen, die ich eigentlich vor ein paar Tagen motiviert ausreißen wollte, aber dann hab ich das hier gefunden:

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Bei genauerem Hinsehen waren an fast allen Disteln Marienkäfer zu finden, die sich die Blattläuse dort schmecken lassen haben. Tja, Marienkäfer sind sehr wichtig und ich habe mich riesig gefreut, dass wir so viele davon haben und folglich bleibt jetzt zumindest ein Teil der Disteln auf jeden Fall stehen.

Neben den vielen Marienkäfern haben wir vor allem Ende Juni auch einige Glühwürmchen im hinteren Teil des Gartens leuchten sehen. Dort haben wir die Pflanzen einfach wachsen lassen, ohne einzugreifen. Es sieht vielleicht für manche nicht so “schön” aufgeräumt aus, aber wenn wir aus ästhetischen Gründen gemäht hätten, hätten wir vermutlich den Glühwürmchen und Marienkäfern unbemerkt ihren Lebensraum zerstört und das wäre wirklich schade gewesen.

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