Gartenpläne für 2015

Wir hatten zwar dieses Jahr schon einen durchdachten Anbauplan (zumindest in der Theorie), allerdings haben wir den teilweise sehr “flexibel” umgestaltet, so dass es mittlerweile trotzdem sehr chaotisch ist. Wir haben am Ende einfach alles, was aus dem Gewächshaus raus musste, irgendwo hingesetzt und leider dann auch nicht alles so dokumentiert, wie ich es mir vorgenommen hatte, was dazu geführt hat, dass wir zeitweise nicht mehr so genau wussten, welche Kohlart jetzt eigentlich wo wächst…

Aber das soll sich nächstes Jahr ändern! Wir sind dabei, einen sinnvollen Plan zu entwickeln, was sich aber als gar nicht so einfach erweist. Die Idee ist, da wir ja annähernd einen Kreis haben, dass das angebaute Gemüse jedes Jahr durchrotiert von einem Beet zum nächsten. Das heißt, wenn dieses Jahr Starkzehrer angebaut werden, kommen nächstes Jahr Schwachzehrer oder Leguminosen drauf usw. Außerdem werden Mischkulturen angepflanzt, das heißt, Pflanzen, die sich gegenseitig fördern, werden gemeinsam in ein Beet gepflanzt. Allerdings gibt es sehr viel, was zusätzlich noch beachtet werden muss, wie:

  • Pflanzenfamilien, die sich untereinander nicht vertragen
  • schattige und sonnige Beete
  • der Boden sollte immer mit irgendeiner Vegetation bedeckt sein
  • die richtige Anzahl an Beeten für die jeweiligen Gemüsesorten (sonst haben wir vielleicht 20 Gurken gleichzeitig, aber Kartoffeln nur für eine Woche)
  • Vor- und Nachkulturen
  • Kulturen, die nicht mit im System rotieren, wie etwa Erdbeeren oder Rhabarber
  • Flach- und Tiefwurzler gleichmäßig verteilen
  • Bodendecker und große Pflanzen gleichmäßig verteilen
  • usw.

Aber: nach längerem Grübeln und Hin und Her haben wir mittlerweile zumindest einen vorläufigen Plan, der funktionieren könnte. Im Idealfall wird er mit (hoffentlich) wachsender Erfahrung jedes Jahr ein bisschen verbessert und an unseren Garten und die Standortbedingungen angepasst.

Beim Anbau versuchen wir uns an verschiedene Regeln zu halten, wie etwa den Prinzipien der Permakultur (dazu kommt später noch ein extra Artikel), möglichst wenig Boden umgraben, kein Dünger (nur Mulch, Kompost und Pflanzenbrühen) sowie keine Pestizide, Herbizide oder Fungizide. Das einzige, was wir wirklich zumindest im Moment brauchen, ist Schneckenkorn, aber wir tüfteln schon an schneckensicheren Zäunen und Abgrenzungen für unsere Beete. Gegossen wird mit Regenwasser, aber nur bei extremer Hitze.

Angebaut werden vor allem typische Gemüsesorten wie Kartoffeln, verschiedene Kohlsorten, Salate, Karotten, Zwiebeln, Kräuter, usw. Ins Gewächshaus kommen dann zusätzlich zu den Jungpflanzen beispielsweise Tomaten und Paprika. Außerdem wollen wir, wenn wir möglichst autark arbeiten wollen, immer einige Pflanzen anbauen, die nicht beerntet werden, sondern Saatgut für das folgende Jahr liefern.

Wir wissen auch noch nicht, ob die 20 Beete, die wir haben, reichen. Wir könnten vermutlich noch mehr anlegen, lassen das vorerst aber mal, um zu schauen, wie wir mit den bereits vorhandenen klar kommen und ob der Arbeitsaufwand noch machbar ist.

Außerdem haben wir noch einige kleinere (und größere) Experimente und Ideen, die wir nächstes Jahr ausprobieren wollen. Es wird also spannend 😉

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